Lieferantenmanagement unterstützt durch Bonitätsbeurteilungen

Modernes Lieferantenmanagement hat das Ziel, die Prozesse zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer zu optimieren. Das bedeutet, dass drei Bereiche des Lieferanten für einen Auftraggeber wichtig sind:

Zunächst geht es um die Kompetenz des Lieferanten. Ein Lieferant sollte in der Lage sein, die entsprechenden Produkte in einer geeigneten Qualität in einer vereinbarten Frist zu produzieren und zu liefern. Dabei spielt die Kontinuität der Qualität und der Liefertreue eine entscheidende Rolle.

Anschließend wird im Lieferantenmanagement die Bedeutung für den Auftrageggeber analysiert. Insbesondere im strategischen Einkauf werden Lieferanten in Kategorien eingeteilt, wie wichtig die gelieferten Produkte oder erbrachten Dienstleistungen für die eigene Leistungserstellung sind.

Eine dritte Dimension ist die Bonität des Lieferanten. Hier wird analysiert, inwieweit ein Lieferant in der Zukunft seinen Verpflichtungen gerecht werden kann beziehungsweise wie insolvenzgefährdet ein Lieferant ist.



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So werden beispielsweise Lieferanten bereits in der Angebotsphase abgelehnt, wenn sie zu teuer sind, zu schlechte Qualität liefern, in der Vergangenheit Lieferuntreue zeigten oder eine zu schwache Bonität besitzen. Dies führt dazu, dass nur die Lieferanten in die eigenen Prozesse integriert werden, die langfristig stabil erscheinen und entsprechende Qualitäten zu fairen Preisen liefern.

Der Weg zum optimierten Lieferantenmanagement

Ein systematisches Lieferantenmanagement mit einer entsprechenden Lieferantenbeurteilung bietet zahlreiche Vorteile. Die Früherkennung von Lieferantenrisiken und die Ableitung von Risikostrategien für das Lieferantenportfolio kann Einkäufern so manche Sorge ersparen.

So dienen die Unternehmensbeurteilungen der Vermeidung folgender Risiken:

    * Zeitverzug bei eigener Produktion / Lieferung
       
    * Folgekosten durch Ersatzbeschaffung
       
    * Verlust von Aufträgen, Kunden, Reputation
       
    * Verlust von Wettbewerbsvorteilen
       
    * Gefahr bei "first to market"-Strategien

    * Gefahr für Produktions-/Verfahrensgeheimnisse

    * Folgekosten durch Konventionalstrafen

Ein System oder eine Prozessdefinition für eine Lieferantenbeurteilung sollte eine einheitliche, systematische und objektive Bonitätsbeurteilung enthalten. Ziel ist dabei insbesondere, eine revisionssichere Entscheidungsgrundlage für entsprechende Angebotsabsagen beziehungsweise -zusagen zu erhalten.

Strategisch betrachtet, kann eine Bonitätsüberwachung von bestehenden Lieferanten als Frühwarnsystem eingesetzt werden. Im Laufe des Jahres werden Zahlungsstörungen des Lieferanten gegenüber seinen Kunden deutlich. Ferner wird langfristig die Bestandsfestigkeit hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit analysiert.

Ein systematisches Vorgehen bei der Auswahl und Behandlung von Lieferanten ermöglicht deutliche Kostensenkungen, weil Problemkandidaten bereits im Vorfeld ausgeschlossen oder unter besondere Aufsicht gestellt werden. Auch lassen sich die Konditionen bei Anzahlungen oder Vorkasse so gestalten, dass eigene Risiken minimiert werden.

Letztendlich stehen der Auf- und Ausbau von stabilen und langfristigen sowie die offenen und transparenten Geschäftsbeziehungen im Vordergrund eines modernen Lieferantenmanagements. Denn schließlich hängt auch die eigene Liefer- und Leistungsfähigkeit von den Lieferanten ab.

Die Lieferantenbeurteilungen der Creditreform Rating AG zielen unter anderem auf die Bonitätsstärke und die Unternehmensstabilität ab. Die Bestandsfähigkeit eines Lieferanten überprüfen wir im Einzelnen mit folgender Prozesskette:

    * Datenabgleich zur Sicherstellung, dass ein Lieferant auch eindeutig in den Creditreform Datenbanken identifiziert wird,
       
    * Informationsbeschaffung in öffentlichen Registern und direkt beim Lieferanten,
       
    * Aufbereitung der Daten, damit sie standardisiert analysierbar sind,

    * Datenanalyse in den Bereichen Kapital- und Vermögensstruktur, Rentabilität, Finanzkraft und qualitativer Bereich (Management, Märkte, Strategien etc.) mit Gesamturteil in Form eines Ratings beziehungsweise einer Ausfallwahrscheinlichkeit mit einem Zeithorizont von bis zu fünf Jahren,

    * Reporting in einer einheitlichen Form auch bei ausländischen Lieferanten (ebenfalls in Englisch) und

    * Schnittstellen für Datenexporte in eigene Systeme.

Durch die Anreicherung Ihrer unternehmensinternen Daten je Lieferant mit den umfangreichen Firmendaten und branchenspezifischen Finanzinformationen von Creditreform wird die Aussagekraft der Analysen wesentlich erhöht. Die Datenauswertung erfolgt dabei mittels mathematisch-statistischer Methoden, die valide Ergebnisse sicherstellen.

Aufbauend auf der Beurteilung quantitativer Faktoren (Jahresabschlussinformationen Ihrer Lieferanten) ist zusätzlich eine Beurteilung qualitativer Faktoren möglich und wird seitens der Creditreform Rating AG empfohlen. Hierbei wird bei der Entwicklung eines Fragenkataloges auf individuelle Bedürfnisse eingegangen. Ferner spielen dann auch Einzelheiten der Creditreform Wirtschaftsauskunft eine Rolle. Neben der Beurteilung jedes einzelnen Geschäftspartners ist eine ergänzende Beurteilung Ihres gesamten Portfolios in Form eines Risikospiegels mit dem Creditreform Bonitätsindex möglich.

Die Lieferantenbeurteilung kann nicht nur auf die reinen Finanzkennzahlen eingehen, sondern im Rahmen einer Recherche zusätzlich erhobene qualitative Informationen berücksichtigen. Zur Beurteilung der qualitativen Faktoren bieten wir die Expertise von erfahrenen Ratinganalysten an.

Bonitätsbeurteilungen im Lieferantenmanagement sind bei immer mehr Unternehmen ein Muss, sodass Risiken aus Lieferantenbeziehungen kalkulierbar und messbar werden.
Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Rückmeldung unter der Rufnummer 0 21 31 / 109-626.

Mehr Informationen:

Roland Reiser
Creditreform Rating AG
Telefon: 0 21 31 / 1 09-34 71
E-Mail: r.reiser@creditreform-rating.de

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